Startseite>Ortsverbände>Ortsverband Mitte

Ortsverband Mitte

Vorsitzender: Ulrich Peinhardt

Stellvertreter: Mario Schaaf, Petra Tomczyk-Radji
Beisitzer: Babett Hünert, Michel Kleinhans, Swanhild Raabe, Michael Sprung

ov-mitte(at)cdu-halle.de

Lebendige Stadtgeschichte aus Sicht hallescher „Frauenzimmer“

Halles Stadtgeschichte ist vielschichtig und bunt. Sie einmal aus Sicht von „historischen Frauenzimmern“ zu erleben, stellt ganz sicher eine Bereicherung dar. Der CDU-Ortsverband Halle-Mitte begab sich am 28. Juni 2017 bei wohltemperiertem Wetter auf Spurensuche.

Claudia Jandt, Vorsitzende des Courage e.V. und des Arbeitskreises „FrauenzimmerGeschichte(n)“ führte die Besucher kundig von Station zu Station durch Halles Stadtgeschichte. Nach der Begrüßung und ersten Fakten an der Tourist-Information erwartete bereits Dorothea Händel – die Mutter des berühmten Komponisten – die Runde am Händelhaus. Bis zu seinem 18. Lebensjahr weilte ja der große Sohn der Stadt in Halle, bevor es ihn nach London zog. Über ihn gab es einige Begebenheiten zu erfahren.

Musikalisch ging es weiter am Domplatz, wo Louise Reichhardt, die Tochter des Komponisten und königlich-preußischen Kapellmeisters Johann Friedrich Reichhardt, mit Gitarre intonierte. Sie war selbst Komponistin, Gelehrte, Haushälterin und blieb unverheiratet.

Auf dem Weg vom Domplatz zum Hallmarkt, wo auch das neuzeitliche Finanzamt gequert wurde, gab es Hinweise zum Ursprung des Salzes, das bis heute durch Halloren geschöpft wird und zu Halle gehört wie Mond und Sterne.

Marktfrau Karla präsentierte sich als gewieftes Frauenzimmer, das nicht nur die Geschäfte und ihre Kundschaft, sondern auch ihren Mann im Griff hat.

Über die Kutschgasse zum Kleinen Berlin führte der Weg direkt zur Missionarsgattin Maria Dorothea Ziegenbalg, die mit ihrem Mann die beschwerliche Schiffsreise nach Indien auf sich nahm und ihn in seiner Missionsarbeit in Tranquebar bei den Tamilen unterstützte.

Und schließlich stand als Ort des Geschehens der lichtdurchflutete Innenhof des heutigen „Galeria“-Kaufhofs im Fokus, denn dort befand sich das ehemalige Kaufhaus Huth, das 1993 abgerissen wurde und vielen Hallensern noch bekannt ist. Es wurde durch jüdische Inhaber, die Familie Seelig (Martha Seelig, geb. Huth), geleitet. Die Tochter Hildegard Volhard (geb. Seelig) musste sich in der Nazizeit von der Familie trennen und floh mit ihrem Sohn nach England, während die gehörlose Tochter Nana Fischer mit ihrem „Papi“ nach Schweden entkam. Der Konflikt, in dem sich Mutter und Tochter befanden – beispielhaft für viele Schicksale jüdischer Familien – wurde nach der Buchvorlage von Nana Fischer „Papi und ich“ einfühlsam nachempfunden und szenisch umgesetzt. Die Rolle der Nana Fischer wird übrigens von einem Mitglied unseres Ortsverbandes – Petra Tomczyk-Radji – gespielt.

Der Rundgang, in dem so viel Informationen und Stimmungen vermittelt wurden, war zweifellos ein besonderes Erlebnis. Wir danken dem Arbeitskreis „FrauenzimmerGeschichte(n) des Courage e.V. und geben hiermit eine Empfehlung gern weiter.

Nähere Informationen dazu unter www.frauenzimmergeschichten.de

22.04.2017

Spielplatz-Patenschaft | Arbeitseinsatz in der Gütchenstraße

Nach dem positiven Auftakt im vergangene Herbst fanden sich am Morgen des 22. April 2017 wieder tatkräftige Helfer des CDU-Ortsverband Halle-Mitte gemeinsam mit engagierten Mitgliedern der Heilig Kreuz Gemeinde auf dem Spielplatz in der Gütchenstraße ein. Das Tagesziel war unübersehbar. Ein großer leerer Container stand in der Einfahrt, Schubkarren und Schaufeln wurden bereitgestellt und schon konnte es losgehen. Der alte Sand musste abgetragen werden, um Platz für neuen zu schaffen. Bei liebevoll vorbereiteter Pausenverpflegung seitens der Gemeinde konnten die Helfer verschnaufen und Ihre „Akkus“ aufladen, um anschließend erneut voller Tatendrang durchzustarten. So war das Tagesziel auch bald erreicht und der Container gegen Mittag tatsächlich bereits gefüllt. Herzlichen Dank an alle Helfer!

Damit die Kinder nicht so lange auf den Spielplatz verzichten müssen, wurde schon am 25. April die Sandkiste mit 30m² frischem Spielsand befüllt und gleich von den ersten Kindern eingeweiht. Wir bedanken uns an dieser Stelle vielmals bei dem Spender, der die Kosten für den Sand und die Lieferung übernommen hat.

Vielen Dank

20.04.2017

Schulentwicklungsplanung von Halle im Ortsverband Mitte vorgestellt

Halles Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katarina Brederlow und Halles Sozialplaner Uwe Weiske führten am 19. April 2017 am Stammtisch des OV Mitte umfassend in das Thema Schulentwicklungsplanung in Halle ein. Um dem Anspruch regionaler Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit der Bildungsangebote gerecht zu werden, braucht es einen belastbaren Planungsrahmen. Deshalb kommen die entsprechenden Vorhaben ständig auf den Prüfstand, werden beispielsweise mit stadtplanerischen wie demografischen Entwicklungen abgeglichen, eingebunden und angepasst. Das ist eine große Herausforderung. Seit 2014 existiert die aktuelle Schulentwicklungsplanung, die alle kommunalen Grund- und Sekundraschulen, Gymnasien und Gesamtschulen erfasst. Dazu kommen Berufsschulen und Schulen in Freier Trägerschaft. Dazu zählen das Elisabethgymansium, die evangelische grundschule, die Montessouri- und die Waldorffschule, die Kreativitäts-, die Franziskus- und die Salzmannschule sowie die „Riesenklein“-Schule.

„Aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung sind besonders die Bedarfe an den Grundschulen gewachsen“, so Brederlow. Die Stadt ist froh, mit der Glauchaschule ein neues Objekt im Zentrum der Stadt gefunden zu haben.

Bei den Sekundarschulen ist seit 2016/17 ein Aufwuchs zu verzeichnen. Bei den Gymnasien erhofft man sich eine Entlastung durch das neue städtische Gymnasium am Hallmarkt.

Und wie sieht es bei den Förderschulen aus? Inklusion oder Fusionierung? „Förderschulen sind Landessache“, verweist Brederlow das Ansinnen. Zu den Landesschulen gehören auch das Cantorgymnasium und die bisherige Sportsekundarschule samt Sportgymnasium.

Was gibt es Besonderes in Halle? „Bei den zwei Integrierten Gesamtschulen haben wir mehr Anmeldungen als Plätze. Bei den Berufsschulen gibt es eine Abstimmung mit den Kammern und dem Verbund Süd, zu dem auch die Landkreise gehören“, ergänzt Herr Weiske.

Und wie sieht es mit dem Brandschutz aus? Da ist noch einiges zu tun. „Wir haben viele Schultypen aus den 1970er und 80er Jahren, die wir noch sichern müssen. Das Finanzpaket STARK III vom Land ermöglicht auch eine energetische Sanierung. Die richtet sich aber auch nach der Schülerzahl“, so Weiske.

Und wie können die zunehmenden Nachfragen gedeckt werden? „Aufstockung oder Neubau, wobei wir beim Neubau einer Grundschule von ca. 10 Mio € und eines Gymnasiums von ca 20 Mio € Kosten ausgehen müssen“, so der Sozialplaner, aber er weiß auch, dass es ich lohnt, in die vielfältige Schullandschaft in Halle zu investieren. „Der Nachwuchs ist die Zukunft der Stadt und der sollte bestmögliche Startbedingungen haben“, weiß sich Herr Weiske mit Frau Brederlow einig. Und die CDU/FDP-Fraktion wird den Prozeß konstruktiv begleiten!

22.03.2017

Besuch EVH Kraftwerk Dieselstraße

Am 22. März 2017 war der CDU-Ortsverband Halle-Mitte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CDU vor Ort“ und in Kooperation mit der Senioren-Union Halle zu Gast im Kraftwerk Dieselstraße. Zahlreiche Interessierte nahmen die Gelegenheit gern wahr, das dortige Kraftwerk der EVH zu besichtigen. Vielen Hallensern ist das Kraftwerk Dieselstraße auch durch den markanten, schon von weitem sichtbaren Schornstein, welcher 172 Meter in den Himmel ragt, ein Begriff.

Zu Beginn der Führung wurde den Besuchern eine kurze Einführung in die Technik und Konzeption der hocheffizienten Kraftwerksanlagen am Standort gegeben, welche die Stadt Halle nicht nur mit Strom, sondern auch mit Fernwärme versorgen.

Bereits an dieser Stelle gilt ein besonderer Dank Herrn Wolfgang, der sich nicht nur die Zeit nahm, die Gäste über das Gelände zu führen und die Anlagen zu erklären, sondern auch sämtliche Fragen geduldig und bildhaft beantwortete. Auch die jüngsten Teilnehmer, die in Begleitung ihrer Großeltern gekommen waren, hatten keine Scheu nachzufragen und sich die Dinge genau erklären zu lassen.

Nach der Einführung stand ein kurzer Besuch in der Leitwarte auf dem Programm. Die zahlreichen Monitore, Steuerungs- und Überwachungsanlagen hinterließen einen bleibenden Eindruck. Anschließend führte der Weg die Gruppe in das eigentliche Kraftwerksgebäude, in welchem zwei Gas- und Dampfturbinen im hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren Strom und Fernwärme erzeugen und einen Gesamtwirkungsgrad von ca. 90 % erreichen. Dabei durfte natürlich auch ein Blick durch die Sichtfenster auf die Turbinen nicht fehlen. Die nächste Station war die Chemische Wasseraufbereitungsanlage. Diese entzieht dem Wasser aggressiv wirkende Bestandteile und behandelt es derartig, dass es auch bei hohen Temperaturen und Drücken die Fernwärmeleitungen möglichst wenig angreift, was deren Haltbarkeit steigert. Zu guter Letzt konnte die Gruppe das alte Kesselhaus besichtigen, zu dem auch der eingangs erwähnte hohe Schornstein gehört. Die hier vorgehaltenen Anlagen dienen – für den Notfall – der Absicherung der Fernwärmeversorgung der Saalestadt.

Zufällig wurden genau an diesem Tage auch die Arbeiten am Fundament des neuen „Energie- und Zukunftsspeichers“ abgeschlossen, der künftig die Flexibilität des Kraftwerkes nochmals erhöhen soll.

Insgesamt hat der sehr kurzweilig gestaltete Besuch viel zum Verständnis der Tätigkeiten und Arbeitsabläufe vor Ort, der Bedeutung und Geschichte des Standortes beigetragen und war sehr interessant. Vielen Dank für diese tolle Gelegenheit! 

Ältere Beiträge finden Sie im Archiv

Informationen zum Ortsverband

Sie interessieren sich für den Ortsverband Mitte? Dann haben wir für Sie die wichtigsten Informationen in einem Faltblatt zusammengefasst.

©  CDU HALLE