Der grausame Angriff auf die Jüdische Gemeinde

11.10.2019

Die hallesche Stadtgesellschaft hat Tage des Schreckens und der Angst hinter sich. Der grausame Angriff auf die Jüdische Gemeinde, bei dem unbeteiligte  Menschen durch den Terroristen wahllos getötet und schwer verletzt wurden, erfüllt die Menschen  mit Trauer und Abscheu. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer. Den Verletzten wünschen wir baldige und vollständige Genesung.

Vereint mit allen demokratischen Kräften in unserer Stadt und unserem Land versichern wir jeder jüdischen Mitbürgerin und jedem jüdischen Mitbürger unsere Solidarität und Anteilnahme. Auf verschiedenen Veranstaltungen und beim Gedenken an den Tatorten zeigen wir, wie so viele Hallenserinnen und Hallenser: Gewalt hat in unserer Stadt keinen Platz und jüdisches Leben gehört in unsere Stadt Halle.

Wir wissen, hinter der Tat des einzelnen Verbrechers steht eine menschenverachtende Ideologie. Ihr muss der Nährboden entzogen werden und die Verfolgung von Straftaten muss hart und konsequent sein. Dieser Terrorakt ist gegen all das gerichtet, was unser Leben in Frieden und Freiheit ausmacht. Unsere Demokratie, unsere Gesellschaft muss daher wehrhaft sein. Es liegt an jedem von uns, unser Zusammenleben gegen jede Form von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus zu verteidigen.

Unsere Stadt ist auf schlimmste Weise in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Diese Bluttat kann nicht ernst genug genommen werden. Wir wissen, der Name unserer Stadt wird immer mit diesem schrecklichen Ereignis verbunden bleiben. Die kommende Zeit wird zeigen, wie stark unser Willen und unsere Kraft sind, die Dinge und uns selbst so zu ändern, dass unsere Stadt und unsere Gesellschaft lebenswert und sicher für alle sind. Es liegt an jedem von uns!

Die Bürgerinnen und Bürger von Halle zeigen Ihre Solidarität von Beginn an in verschiedenster Form. Dafür danken wir Ihnen allen! Wir danken auch der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungskräften und allen anderen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass der 9. Oktober in Halle nicht noch schlimmer endete.

CDU Kreisverband Halle, 11. Oktober 2019